Spitze
Filigranes Handwerk
Besonders in der Renaissance und im Barock gehörten Spitzen genau wie Brokat, Gold und Juwelen zu den Statussymbolen der Oberschicht. Nicht nur Frauen schmückten sich gerne mit den filigranen Kunstwerken. Spitzen lassen sich aus der Mode dieser Zeit kaum weg denken. Die Beherrschung dieses komplizierten Kunsthandwerks gehörte für "Töchter aus gutem Hause" lange Zeit zum guten Ton.
In Brügge hat das Klöppeln eine jahrhundertealte Tradition. Besonders nachdem 1717 apostolische Schwestern die erste Klöppelschule eröffneten, erblühte der Handel. Mit Beginn der Industrialisierung drohte das alte Handwerk auszusterben. Um dies zu verhindern, wurde 1970 das „Kantzentrum“ eröffnet. Hier werden die traditionellen Techniken weitergegeben und Spitzen aus aller Herren Länder ausgestellt. Schauen Sie doch mal vorbei und sehen Sie einer der Klöpplerinnen über die Schulter oder nehmen Sie gleich selbst an einem Workshop teil. Handgemachte Spitze können Sie auch in zahlreichen Geschäften der Innenstadt erwerben.
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