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Art Nouveau
Revolutionäres aus Stahl und Glas
Brüssel gehört mit Wien und Barcelona zu den Metropolen des europäischen Jugendstils und zählt heute noch 500 Bauwerke aus dem Art Nouveau. Um die Jahrhundertwende war Brüssel die reichste Stadt Europas und die "wilden" Architekten Victor Horta, Paul Hankar und Henry van de Velde erschreckten mit ihrem revolutionären Baustil die bürgerlichen Gemüter. Es war geradezu unanständig, mit Stahl und Glas zu bauen, aber die neuen Werkstoffe aus der Industrie machten es möglich, filigran nicht nur Fenster à la Tiffany, sondern ganze Fassaden im fließenden Rhythmus der Natur zu gestalten.
In Brüssel kann man lichtdurchflutete Kaufhausgalerien wie das "Old England" oder das ehemalige Textilkaufhaus "Waucquez" und die Villen progressiver Industriebarone besichtigen. In der eleganten Villa des Art Nouveau-Stararchitekten Horta wurde das Hortamuseum eingerichtet. Die Villa wurde als Gesamtkunstwerk entworfen, von der geschwungenen Türklinke, dem rankenden Balkongitter bis zum fließenden Geländer. Das Licht, die eleganten Möbel, Accessoires und Juwelen harmonieren und verschmelzen mit der Architektur. Es ging um die wirkliche Vereinigung von Kunst und Leben, wie der Architekt und Designer Henry van de Velde verkündete.
In Brüssel versteht man unter Kunst und Leben vor allem Essen und Trinken und so gibt es viele Cafés und Restaurants mit Jugendstil-Interieur. In warmen Tönen edler Mahagonihölzer präsentiert sich das traditionsreiche Café "Fallstaff", eine feste "Institution" in Brüssel. Eine Broschüre mit allen Art-Nouveau-Highlights können Sie unter www.brussel-art-nouveau.be herunterladen. |
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