Flanderns schöne seiten // Ausgabe 07 20.07.2008



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James Ensor
Im Haus des "Bürgerschrecks"

James Ensor war nicht nur ein Provokateur, der mit seinen frivolen Masken- und Skelettbildern der feinen Gesellschaft den Spiegel vor die Nase hielt, sondern auch ein wichtiger Wegbereiter des Surrealismus. Er schaffte Fantasiewelten, indem er Farben, Linien und Formen surreal verfremdete. Aber das "enfant terrible" wusste auch Versöhnliches zu sagen. "Paradies für Maler, Göttin des heilen und isabellfarbenen Lichtes" - so blumig beschrieb Ensor seine Geburtstadt Oostende.

Überall in Oostende begegnet man Spuren des großen Malers. In seinem Geburtshaus, in dem er Zeit seines Lebens wohnte und malte, scheint die Zeit still zu stehen. Im Ensorhaus entdeckt der Besucher Schädel, Masken und allerhand Nippes, die er auf seinen Bildern verewigte. Die größte Sammlung an Originalwerken von Ensor findet man hingegen im Museum für Moderne Kunst (PMMK).

Und wer Oostende im März besucht, kann auf dem „Bal du rat mort“, der von Ensor inszeniert wurde, ganz wie der Bürgerschreck verkleidet und maskiert „die Sau rauslassen“.
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