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Paul Delvaux
Frauenakte und imaginäre Landschaften
Paul Delvaux (geb. 1897 in Antheit bei Huy – gest. 1994 in Veurne) war einer der bedeutendsten Repräsentanten des Surrealismus. Er beginnt seine akademische Ausbildung mit einem Studium der Architektur. Später wechselt er zur Malerei an die „Akademie der schönen Künste“ in Brüssel. In seiner frühen Phase beschäftigt er sich mit Stillleben, Seestücken und Landschaftsmotiven in der Ausdruckssprache des Realismus, die auch eine Tendenz zum Impressionismus haben. Nachdem er mit den Werken von René Magritte und Giorgio de Chirico konfrontiert wird, schließt er sich 1937 der surrealistischen Bewegung an. Ab 1945 lebt Delvaux im St. Idesbald an der flämischen Küste. 1982 eröffnet dort das Paul-Delvaux-Museum, wo Sie noch heute seine wichtigsten Gemälde, Zeichnungen und Drucke bewundern können.
Delvaux surrealistische Gemälde zeigen Frauenakte, die sich durch traumähnliche, imaginäre Welten bewegen. Als Hintergrund fungieren antike Gebäude, verlassene Landschaften oder triste Bahnhofskulissen. Manchmal setzt der Maler seine Frauengestalten auch mit der Natur gleich, indem er wundersame Wesen, halb Mensch, halb Baum, erschafft. Häufig wiederkehrende Motive wie Spiegel, Schädel oder Lokomotiven stehen als Symbol für die unergründliche menschliche Seele und das Unbewusste. |
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