Flanderns schöne seiten // Ausgabe 07 04.07.2008



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Art Nouveau in Brüssel
Brüssel, Metropole des Jugendstils

Brüssel gehört mit Wien und Barcelona zu den Metropolen des europäischen Jugendstils und zählt heute noch 500 Bauwerke aus dem Art Nouveau. Um die Jahrhundertwende war es die die reichste Stadt Europas und die "wilden" Architekten Victor Horta, Paul Hankar und van De Velde revolutionierten ihren Baustil gründlich.

Die neuen Materialien Stahl und Glas machten es möglich, nicht nur Fenster à la Tiffany, sondern ganze Fassaden im fließenden Rhythmus der Natur zu gestalten. Lichtdurchflutete Kaufhausgalerien, wie das "Old England" oder das ehemalige Textilkaufhaus "Waucquez" und die Villen progressiver Industriebarone kann man in Brüssel besichtigen. In der eleganten Villa des Art Nouveau Architekten wurde das Hortamuseum eingerichtet. Die Villa wurde als Gesamtkunstwerk entworfen, von der geschwungenen Türklinke, über das rankende Balkongitter, bis zum fließenden Geländer. Das Licht, die eleganten Möbel, Accessoires und Juwelen harmonieren und verschmelzen mit der Architektur.

Es ging um die »wirkliche Vereinigung von Kunst und Leben«, wie der Architekt und Designer Henry van de Velde verkündete. In Brüssel versteht man unter Kunst und Leben vor allem Essen und Trinken und so gibt es viele Cafés und Restaurants mit Jugendstil-Interieur. Eine feste "Institution" ist das traditionsreiche "Fallstaff" mit seinen Spiegeln umrahmt von den warmen Tönen edler Mahagonihölzer.
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