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Ein Disneyland der Belle Epoque
Stadtpaläste aus Kitsch und Kunst
Griechische Tempel mit dorischen Säulen, toskanische Landhäuser, französische Lustschlösser und andere architektonische Fantasien prägen das Stadtviertel Zurenborg im Süden von Antwerpen. Was Architekten wie Bascourt, De Weerdt oder Smet-Verhas an Fassaden schufen, erscheint heute wie ein Disneyland der Belle Epoque: Zwischen Kitsch und Kunst geraten die Augen ins Taumeln. Die Stadtpaläste aus der Jahrhundertwende verraten die Träumereien des Bürgertums: Akropolis, Venedig, Versailles aber auch die Miniaturausgabe des Aachener Kaiserdoms. Es wurde aus allem geschöpft, was Mythos, Märchen und Historie hergaben.
Einen ideologischen und optischen Kontrast dazu bilden die dynamischen Jugendstilfassaden aus rankendem Stahl und organisch-transparenten Fenstern. Denn die Sozialisten bauten im revolutionären Art Nouveau mit ganz vulgärem Stahl, der damals nur für Fabriken und Industriebauten verwendet wurde. So ist das Volkshaus der Sozialistischen Partei ein Meisterwerk des Jugendstilarchitekten Victor Horta. Die geschwungene Eisenkonstruktion des ursprünglich Brüsseler Jugendstilgebäudes wurde gerettet und ist jetzt im "Cafe Horta“ im Herzen Antwerpen zu bewundern.
Essen und Trinken a la Belle Epoque:
Innenstadt, nahe Rubensplein : Cafe Horta, Hopland 2, Tel. 0032 - 3 - 232 28 15
In Zurenborg: Restaurant Euterpia, Generaal Capiaumontstraat 2, Tel: 0032 - 3 - 235 02 02 und 236 83 56
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